»Von B nach B – Fotografische Begegnungen am Radweg deutsche einheit«

Der praktische Teil des Fotoprojekts zum 30-jährigen Jahrestag des Mauerfalls ist geschafft! Am 30. August radelte Mina Esfandiari nach 30 Tagen pünktlich in Berlin durchs Brandenburger Tor.

Von B nach B. Fotografische Begegnungen am Radweg Deutsche Einheit. Fotoprojekt von Mina Esfandiari Photography.

Berlin, den 1. September 2019

 

Sehr geehrtes Internet,

 

es ist geschafft – nach 30 Tagen Radeln und Geschichtensammeln habe ich den praktischen Teil meines Fotoprojekts mit dem Arbeitstitel »Von B nach B – Fotografische Begegnungen am Radweg Deutsche Einheit« vollendet. Dabei rastete ich in folgenden Orten und traf zahlreiche wundervolle, herzliche Menschen: Bonn – Koblenz – Nassau – Limburg – Weilburg – Gießen – Marburg – Schwalmstadt – Bad Hersfeld – Rotenburg (Fulda) – Guxhagen – Kassel – Hannoversch Münden – Höxter – Einbeck – Seesen – Goslar – Bad Harzburg – Blankenburg – Quedlinburg – Gatersleben – Bernburg – Köthen – Dessau – Wittenberg – Beelitz – Berlin.⁠

 

Am Ende bin ich auf 1.288 Kilometer gekommen – mit Umwegen, Stadttouren, Verfahrern und Strecken zu Gastgeber/innen bzw. Unterkünften. Es ging über angenehm asphaltierte gerade Strecken und schottrige Steigungen von Bonn nach Berlin – eine symbolische Reise zur 30. Jährung des Mauerfalls und der darauffolgenden Deutschen Einheit. Nun gilt es, meine fotografischen Fundstücke auszuwerten und in einen Rahmen zu bringen. Geplant sind ein Bildband und eine Ausstellung.

 

Neben touristischen und journalistischen Aspekten interessierten mich besonders die persönlichen Geschichten meiner Begegnungen in Hinblick auf das Thema Mauerfall/Deutsche Einheit. Dabei blickten meine Protagonist/innen und ich einerseits in die Vergangenheit, aber eben auch ins Jetzt und in die Zukunft.

 

Die Reise war im wahrsten Sinne des Wortes eine Selbst"erfahrung" – ich wollte am eigenen Leibe erfahren, was es heißt, einen Monat lang täglich weitere Strecken zu radeln und alles, was ich zum leben, schlafen, essen und arbeiten brauche, auf dem Fahrrad mit dabei zu haben. Daher waren auch das Thema Minimalismus und Nachhaltigkeit für mich ein großes Thema. Was ich schon jetzt sagen kann: Es tut wahnsinnig gut, mit dem Nötigsten auszukommen, weil man merkt, wie wenig man eigentlich braucht.

 

Ein Beweggrund für das Projekt war die Erkundung meiner »deutschen Seite«. Wer meine bisherige Arbeit verfolgt hat, dem mag aufgefallen sein, dass ich mich fotografisch bisher hauptsächlich mit meinen iranischen Wurzeln auseinander gesetzt habe. Nun sollte das Thema umgedreht werden – ich wollte das Land besser kennenlernen, in dem ich geboren und sozialisiert bin.

 

Die Auswertung der Interviews und des Fotomaterials wird nun einige Zeit in Anspruch nehmen. Wer darüber auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann sich einerseits für meinen Newsletter anmelden oder auf Instagram oder Facebook mehr zum Prozess erfahren. In den kommenden Tagen werden dort auch die letzten Tage der Tour nachgetragen.

 

Und wer immer noch nicht genug hat von meinen Unterwegsgeschichten, der schaue gerne auf der Website des Bundesministeriums für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) vorbei. Der Radweg wurde 2015 vom BMVI ins Leben gerufen und ich hatte die Ehre, in deren Instagram-Stories über meine Tour zu berichten.


Dieses Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

 

In freundlicher Kooperation mit Globetrotter Ausrüstungs GmbH.